Das Lesen trainieren

Iin Zeiten von Multimedia und Co wird  das Lesen von vielen hinten angestellt. Computer, Spielkonsole und Fernseher erfüllen doch den gleichen Zweck, oder etwa nicht? Das Sie aber als Eltern, schon mit dem Vorlesen einen wichtige Basis für die weitere Entwicklung schaffen, wird häufig nicht bedacht.

Das Lesen trainieren und die Lust zum lesen wecken

Lust aufs Lesen machen, dass können Sie als Eltern schon recht früh. Hier sollte man nicht warten bis das Kind in den Kindergarten kommt. Denn schon für die Kleinsten gibt es entsprechendes Material, mit dem man sich in kleinen Schritten dem „Mysterium Buch“ behutsam annähern kann.

Für die Allerkleinsten eignen sich Stoffbücher hervorragend, um erste Schritte in der Bücherwelt zu unternehmen. Bei dieser Buchvariante geht es weniger ums Lesen oder Vorlesen, sondern um das Fördern der Sinne. Häufig findet man in den Büchern verschiedene Materialien, die zum Tasten und Fühlen einladen.

Die kindgerechten Applikationen zu verschiedenen Themen wie beispielsweise Tiere, Fahrzeuge oder Bauernhof schulen den Sehsinn und laden zum Erzählen ein.

Mit zweijährigen Kindern kann man bereits Bilderbücher oder Wimmelbücher anschauen. Auch hier steht der Text noch im Hintergrund. Ziel dieser Bücher ist es, den aktiven Wortschatz der Kinder auszubauen und zu festigen. Auch das ästhetische Empfinden wird durch das genaue Hinsehen gefördert. Diese Fertigkeiten sind nicht zu unterschätzen, denn spätestens in der Schule, wenn es darum geht Aufsätze zu schreiben, wird Ihr Kind auf diese Fähigkeiten zurückgreifen müssen. Denn genau hier ist es erforderlich, Dinge genau zu beschreiben und in eine logische Reihenfolge zu bringen.

Die Freude am Umgang mit Sprache kann aber auch noch anders gefördert werden.

So können Sie beispielsweise mit Ihrem Kind die Geschichte einfach weiter fortsetzen. Überlegen Sie gemeinsam wie es weitergehen könnte, welche Figuren noch in den Handlungslauf passen und an welchen Orten die Geschichte spielen könnte. Auch bietet sich die Möglichkeit das Gesehene und Gehörte beispielsweise mithilfe von Handpuppen nach zu spielen. Aktivitäten wie diese, helfen dabei die Kreativität Ihres Kindes zu fördern.

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Leser

Meistens wird Ihr Kind  mit dem Eintritt in die Schule  das selbstständige Lesen erlernen. Doch sollte auch zu diesem Zeitpunkt das Lesen noch immer eine gemeinschaftliche Aktivität sein. So kann das Lesen beispielsweise im Wechsel erfolgen. Sie lesen Ihrem Kind etwas vor und im Gegenzug übernimmt der Nachwuchs die nächste Passage im Buch. Dabei sollte es sich natürlich nicht um ein Buch handeln welches Sie eventuell gerade lesen, sondern es sollte schon ein spezielles Erstlesebuch sein. So können Sie sicher sein, dass Ihr Kind nicht überfordert wird, zudem wird mit einem angemessenen Schwierigkeitsgrad die Gefahr einer eventuellen Frustration umgangen.

Um die Freude am Lesen zu erhalten, sollten Sie auf die Auswahl der Bücher achten. Hervorragend sind Bücher die Themen behandeln, für die sich Ihr Kind interessiert. Selbstverständlich gibt es jede Menge geschlechtsspezifischer Kinderliteratur. Daneben sind aber auch beispielsweise viele Bücher mit Sach- und Detektivgeschichten erhältlich, die viele Kinder als besonders spannend empfinden.

Im Gespräch bleiben

Viele Wege die man im Leben geht sind lang und manchmal auch beschwerlich. Nicht umsonst heißt es auch das, dass Leben ein immerwährender Lernprozess ist. Auch der Weg des Lesens hört nicht irgendwann einfach auf, sondern dauert in der Regel ein ganzes Leben lang. Dabei ist es vollkommen normal, dass es immer mal wieder Wegstrecken gibt, auf denen das Lesen ganz besonders mühsam ist. Doch auch diese Hürden lassen sich meistern. Das einfachste Mittel um den Lesegipfel wieder zu erklimmen, ist das gemeinsame Gespräch. Denn für jedes Kind gibt es passenden Lesestoff. Sie als Eltern können als Lotsen fungieren, die Ihrem Kind einen guten Weg durch den Bücherdschungel weisen. Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Nachwuchs nach Büchern die interessieren und freuen sich sich gemeinsam darüber, wenn der entsprechende Lesestoff gefunden wurde. Von Zeit zu Zeit können auch Hörbücher eine interessante und willkommene Alternative zum eigenständigen Lesen sein.

Heutzutage können Sie als Eltern E-Reader oder irgendwelche Apps sicherlich nicht ganz von Ihrem Kind fernhalten. Gezielt und mit Maß eingesetzt können solche Medien aber auch kleine Lesemuffel bei der Stange halten. Doch das, was eigentlich beim gemeinsamen Lesen beziehungsweise Vorlesen entsteht, kann die moderne Technik nicht oder nur stark begrenzt leisten. Denn es geht beileibe nicht nur um das Lesen selbst, sondern um den gemeinschaftlichen Dialog und die gemeinsam verbrachte Zeit.

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