Elternzeit – Auszeit vom Job auch für Väter

Auszeit für VäterAuch in unserer modernen Zeit ist es noch immer nicht üblich, das Väter eine Auszeit vom Job für ihr Kind nehmen. Langsam aber sicher werden es aber immer mehr. Eine Statistik aus dem Jahre 2012 hat gezeigt, dass etwa 26 % der Männer für sich die Elternzeit in Anspruch nehmen. Sie bleiben etwa drei Monate Zuhause, um sich um ihr Baby zu kümmern. Das frühere Erziehungsgeld wurde bereits 2007 durch das Elterngeld ersetzt. Das Erziehungsgeld bekam das Elternteil, das die Erziehung des Babies übernahm. Dabei wurden 300 oder 450 Euro im Monat bezahlt. Das war natürlich für einen Vollverdiener nicht akzeptabel.

Das Elterngeld wird mit bis zu 1800,00 Euro Unterstützung gewährleistet und ist damit auch für besserverdienende Männer interessant.

Hier einige wichtige Regeln, die Sie für die Beantragung der Elternzeit wissen sollten:

Was ist denn, wenn beide Eltern gleichzeitig in die Elternzeit gehen wollen? Das ist vom Gesetzgeber auch anerkannt. Beide Elternteile können frei entscheiden, wer und wann und auch wie lange sie für das Baby Zuhause bleiben. Die Elternzeit kann für einzelne Wochen aber auch für Monate beantragt werden. Junge Mütter stehen während ihrer ganzen Schwangerschaft unter dem Mutterschutzgesetz. Wie sieht das aber bei den Vätern aus? Frühestens acht Wochen vor Beginn der Elternzeit beginnt für die Väter der Kündigungsschutz. Mit Ablauf der Auszeit für das Kind endet auch der Kündigungsschutz.

Die Elternzeit muss nicht vom Arbeitgeber genehmigt werden, sie sollte aber sieben Wochen vorher schriftlich eingereicht werden. Eine Woche bevor Väter die Elternzeitpläne beim Arbeitgeber bekanntgeben, wirkt schon der Kündigungsschutz und endet mit Ablauf der Elternzeit.

Während der Elternzeit können beide Elternteile bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten. Das ist vom Gesetzgeber gestattet.

Jeder, der mindestens sechs Monate in einem Arbeitsverhältnis mit mehr als 15 Mitarbeitern beschäftigt ist, kann während der Elternzeit einen Teilzeitjob ausüben. Darauf haben Sie Anspruch. Sollten aber betriebliche Gründe dagegen sprechen, haben diese Vorrang. Die Arbeitszeit des Vaters oder der Mutter sollte für mindestens zwei Monate reduziert werden und muss mindestens 15 Stunden betragen. Der Anspruch auf die alten Arbeitszeiten bleibt weiterhin bestehen.

Auch der Anspruch des Arbeitnehmers auf den Jahresurlaub bleibt weiterhin bestehen. Wenn während der Elternzeit keine Teilzeitarbeit vereinbart ist, dann muss der Arbeitgeber den Jahresurlaub nach Ende der Elternzeit gewähren. Der Anspruch auf den Urlaub erlischt nicht zu einem festen Zeitpunkt, wie eigentlich üblich. Der Arbeitgeber darf aber für jeden vollen Monat Elternzeit den Urlaub anteilig um ein Zwölftel kürzen.

Jeder Vater und jede Mutter  mit Wohnsitz in Deutschland, ob verheiratet oder nicht, hat Anspruch auf Elterngeld. Allerdings dürfen sie keine oder keine volle Arbeitsstelle haben. Elterngeld setzt damit nicht voraus, wie vielleicht Allgemein vermutet wird, dass auch Elternzeit genommen wird.

Eltern, die die  sogenannte Reichensteuer bezahlen, bekommen kein Elterngeld.

Elterngeld zahlt der Staat für ein Jahr. Der Zeitraum kann durch zwei Partnermonate um acht Wochen verlängert werden. Die Eltern können zusammen die Elternzeit nutzen, so dass es dann insgesamt sieben Monate Elterngeld gibt. Bei einem Bezug von länger als einem Jahr, werden die Beträge halbiert, so dass die Eltern das Geld länger bekommen aber aufgeteilt auf die Monate. Die Bezugszeit wird nur durchgehend gewährt und kann nicht unterbrochen werden.

Bei Eltern, deren Kinder nach dem 1.Januar 2013 geboren wurden, wird der  Anspruch auf Elterngeld von den Behörden errechnet. Die Abzüge für Steuern und Sozialabgaben werden pauschal berechnet. In der Praxis ist das Elterngeld meist niedriger als der Nettolohn des Arbeitgebers.

Das Elterngeld beträgt bis zu 67 % des Nettogehalts, aber höchstens 1800,00 Euro pro Monat. Aus dem Durchschnitt der letzten 12 Monate wird das Elterngeld berechnet. Für Geringverdiener, die ein Jahr vor der Geburt des Babys weniger als 1000,00 Euro im Monat verdient haben, wird das Elterngeld schrittweise von 67 auf 100 % erhöht. Eltern, die nicht mehr als 30 Stunden in der Woche arbeiten und ihr Kind selbst betreuen, bekommen mindestens 300,00 Euro im Monat. Das Gehalt aus einem Teilzeitjob wird auf das Elterngeld angerechnet. Auch Selbstständige bekommen Elterngeld. Bei der Berechnung des Elterngeldes für Selbstständige werden die Steuern abgezogen und bis zu 67 % gezahlt, bei Wenigverdienern bis zu 100 %.

Das Elterngeld ist grundsätzlich steuerfrei, es wird aber der Progressionsvorbehalt berechnet. Das bedeutet, dass die Zahlung auf das übrige verdiente Geld angerechnet wird und somit auf das restliche Einkommen Steuern anfallen.

Bei der Rente werden drei Erziehungsjahre pro Kind auf die künftige Rente der Mutter angerechnet. Wenn die Anrechnung der Erziehungsjahre bei dem Vater angerechnet werden sollen, so muss das extra beantragt werden.

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