Kopfläuse bei Kindern – wenn es juckt und krabbelt auf dem Kopf

Kopfläuse-bei-kindern©dalaprod-Fotolia.comKOPFLÄUSE, diese kleinen krabbelnden Tierchen… ich dachte das ist ein Thema aus alten Zeiten. Ein großer Irrtum! Ich war sehr überrascht zu hören, dass das Thema Kopfläuse bei Kindern im Kindergarten und Kopfläuse in der Schule immer wieder aktuell ist. Wer denkt, auf Grund eines Befalles beim eigenen Kind, muss sein Kind dem Kindergarten oder der Schule fern halten, der irrt sich!

Hier gebe ich einige Informationen wie mit Kopfläusen bei Kindern umzugehen ist sowie Tipps zur Vorbeugung.

Was ist eigentlich eine Kopflaus?

Die Kopflaus ist ein Insekt ohne Flügel, aus der Gruppe der Tierläuse. Sie kann die obere Hautschicht ihres „Opfers“ einritzen und aus den winzig kleinen Blutgefäßen Blut aufsaugen. Die Beine zeigen hakenförmig Krallen, mit denen sie sich gut am einzelnen Haar festhalten oder auch daran entlang bewegen kann. An glatten Oberflächen können sich die Läuse nicht gut bewegen, weil sie sich nicht festkrallen können und sind deshalb dort auch nicht zu finden. Die beliebtesten Orte einer Kopflaus sind überall dort, wo die Haare besonders dicht gewachsen sind, wie zum Beispiel hinter den Ohren oder am Hals- und Scheitelansatz.Hier bekommen Sie einige wertvolle Informationen, was Sie zur Vorbeugung berücksichtigen können, damit es erst gar nicht so weit kommt und was Sie tun können, wenn die Kopfläuse schon das sind.

Kopfläuse bei Kindern im Kindergarten und in der Schule

Gerade in Kindergärten und Schulen sind Kopfläuse sehr stark vertreten. Eigentlich überall dort, wo Kinder versammelt sind. Wenn die Kleinen ihre Köpfe zusammenstecken, dann können die winzigen Tierchen natürlich hin und her springen. Aber auch von Haarbürsten oder Kämmen, Handtüchern und Kissen, die gemeinsam benutzt werden, können sich die Kinder sehr schnell anstecken. Kinderjacken, die nebeneinander, Haken an Haken, auf dem Flur hängen, sind natürlich auch für die Kopfläuse gut erreichbar. Kinder mit Kopfläusen sind nicht von der Schulpflicht befreit, sie müssen natürlich sofort nachdem die Kopfläuse entdeckt wurden, behandelt werden. Dabei reicht auch eine intensive Bemühung der Eltern. Dann können die Kinder unbedenklich weiter den Kindergarten oder die Schule besuchen.

Meldepflicht im Kindergarten und in der Schule

Vergessen Sie jede Scheu, wenn es um Kopfläuse geht. Es ist nicht Ihr Vergehen, dass Ihr Kind Läuse hat. Keiner wird mangelnde Hygiene bei Ihnen vermuten. Informieren Sie die Mitarbeiter und Lehrer, im Kindergarten und in der Schule. Der Gesetzgeber hat jeden dazu verpflichtet, Kopfläuse sofort bei der entsprechenden Stelle zu melden, die das wiederum beim Gesundheitsamt Bescheid geben muss. Die Eltern der anderen Kinder werden dann unterrichtet, damit diese ihre eigenen Kinder auf Kopfläuse zu untersuchen.  Dabei wird natürlich nicht der Name des Kindes mitgeteilt, bei dem die Läuse schon entdeckt worden sind. Das schnelle Erkennen und Behandeln ist eine Voraussetzung für eine schnelle Hilfe aller Beteiligten. Wenn keine Meldung erfolgt, stecken sich Kinder, bei denen die Kopfläuse noch nicht entdeckt wurden, auch die gesunden immer wieder neu an.

Wie findet man Kopfläuse und was kann man dagegen machen?

Wenn Sie bei Ihrem Kind ein ständiges Jucken und Kratzen bemerken, dann sollten Sie vorsichtshalber einmal nachsehen. Kämmen Sie das Haar Ihres Kindes mit einem speziellen Läusekamm, den man in der Apotheke kaufen kann, Strähne für Strähne durch. Damit das besser gelingt, sollte man vor Beginn eine Pflegespülung auf das Haar auftragen. Mit einer guten Beleuchtung und einem Mikroskop können Sie sich jede Strähne genau ansehen. Kämmen Sie jede Strähne vom Haaransatz bis zu den Spitzen. Nach jeder Strähne sollten Sie den Kamm immer wieder an einem weißen Tuch abwischen. Dadurch können Sie eventuelle Nissen, die sich gerne verstecken, besser sehen. Durch das reine Haare waschen sind sie nicht zu entfernen, weil sie wasserunlöslich sind.

Wenn Sie ein Tierchen gefunden haben, dann sollten Sie mit einem Mittel aus der Apotheke sofort eine Behandlung beginnen. Es gibt erprobte freiverkäufliche Arzneimittel gegen Läuse, zum Beispiel Shampoo oder auch Gel. Sie sollten sich ganz genau an die Packungsbeilage halten, das ist sehr wichtig um einen Wiederbefall zu vermeiden.

Das eigene zu Hause läusefrei zu machen

Kopfläuse können sich auch auf Kleider, Kissen, Teddys und dem Sofa tummeln. Dann werden sie sich aber sehr schnell ein neues „Opfer“ suchen. Kopfläuse ernähren sich nur vom Blut des Menschen. Damit nicht noch ein Familienmitglied betroffen ist, gilt es also, die Wohnung gründlich zu reinigen.

Auf allen Textilien, die man in der Waschmaschine waschen kann, werden eventuell befindliche Läuse schon bei 40 Grad abgetötet. Auch kann man die Textilien für eine Stunde in den Wäschetrockner stecken. Was nicht in den Trockner darf, stecken Sie in eine Plastiktüte, die Sie fest zubinden. Nach spätestens drei Tagen sind alle Läuse abgestorben. Auch Temperaturen ab -10 Grad lassen die Kopfläuse schnell absterben.

Vorbeugen

Nach 8 – 10 Tagen sollten Sie noch einmal jede Haarsträhne gründlich kontrollieren. Am besten auch wieder die Haare mit einer Pflegespülung nass machen und mit einem Läusekamm Strähne für Strähne von der Kopfhaut bis zum Haaransatz auskämmen. Den speziellen Läusekamm in einem weißen Tuch abwischen, damit Sie noch eventuelle Tiere entdecken können.

Ein Befall Ihres Kindes mit Kopfläusen ist nicht schlimm. Wichtig ist nur, dass Sie sofort nachdem diese erkannt werden, geeignete Maßnahmen ergreifen.

 

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