Mama, gibt es den Nikolaus wirklich?

 

nikolaus

Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem Pia mit großen Augen vor mir stand und mich fragte ob der Nikolaus echt sei; ob es ihn wirklich gäbe. Sie war damals 5 Jahre alt und es gingen dementsprechende Zweifel im Kindergarten herum.

Keine Lügen wie „der Nikolaus beschenkt nur die Kinder, die auch an ihn glauben“ oder das Drohen von Strafen wie „wenn du deinen Schnuller nicht abgibst, dann kommt Nikolaus mit Knecht Ruprecht, steckt dich in den Sack und nimmt dich mit oder dann gibt es was mit der Rute“.

Sprüche wie diese aus alten Zeiten werden leider immer noch gebraucht, was recht schade ist. Denn wer die Geschichten über den hl. Nikolaus kennt, der weiß, dass er ein guter Mann war und niemand vor ihm Angst haben muss.

„Nikolaus ist ein guter Mann, dem man nicht genug danken kann“

Also erzählte ich meiner Tochter Pia einiges über den hl. Nikolaus, dem Bischof aus Myra:

Der Nikolaus ist einer der bekanntesten Heiligen. Auf Grund seiner großen Beliebtheit feiern die Menschen in aller Welt am 6. Dezember, dem Todestag des Heiligen, den Bischof Nikolaus von Myra.

Vom Leben des Heiligen wissen wir nur wenig; Nikolaus wurde um das Jahr 270 als Sohn wohlhabender Eltern in Patara geboren, einer Stadt im kleinasiatischen Lykien.

Sein Vater hinterlässt ihm ein reiches Vermögen und ein gut gehendes Geschäft. Genug, um ein sorgenfreies Leben zu führen. Doch Nikolaus entscheidet sich anders, führt ein einfaches, bescheidenes Leben und verschenkt seinen Besitz an die Armen. Die Leute von Myra, das liegt in der heutigen Türkei,  muss das sehr beeindruckt haben, so dass sie ihn  zum Bischof von Myra wählten.

Im  Laufe der Zeit wurde kein Heiliger so beliebt wie er. Welch große Faszination von Nikolaus auf die Menschen ausging, kommt in einer Fülle von Legenden zum Ausdruck.

In unzähligen Kindergärten, Schulen  und Familien wird seiner am 6. Dezember gedacht und in seinem Namen Geschenke gemacht.

Bräuche zum Nikolaustag:

Bis zum heutigen Tag gibt es den Brauch, dass Kinder in der Nacht vor dem Nikolaustag, also in der Nacht vom 5. Auf den 6. Dezember, heimlich von den Eltern beschenkt werden. Mancherorts stellen sie dafür ihre Stiefel bzw. Schuhe nach Draußen vor die Tür. Diese werden dann oftmals neben einem kleinen Geschenk mit süßen Gaben wie Nüssen, Mandarinen, Äpfeln, Lebkuchen und Schokolade gefüllt.

Sehr beliebt sind natürlich auch die Nikolauszüge. Die Kinder begleiten mit ihren Laternen singend den hl. Nikolaus, der auf einem Pferd reitend, den Zug anführt. Zum Schluss werden die Kinder mit einem Stutenkerl (Weckmann) beschenkt, manchmal auch mit einer kleinen Nikolaustüte.

Bei uns ist es mittlerweile zur Tradition geworden in der Nikolauszeit selber Stutenkerle (Weckmänner) zu backen. Pia bereitet das Backen immer wieder große Freude.

Hier finden Sie das Backrezept für Stutenkerle (Weckmänner), welches wunderbar ist für das gemeinsame Backen mit Kindern.

stutenkerl-weckmann-mit-kindern-backen

Ich wünsche Ihnen einen schönen Nikolausabend! Sollten Sie noch ein Geschenk für Ihren kleinen Liebling benötigen, in unserem Shop Rosa Pusteblume werden Sie bestimmt etwas finden.

Kommentare

  1. Tanja Burli meint:

    Schade, dass ich nicht mehr „klein“ bin! Denn hier bekomme ich Lust zum Mitfeiern, Katja. Es grüßt, Tanja

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