Wenn Kinder ständig trödeln

 

Wer kennt das nicht. Man hat es eilig und genau dann trödelt das Kind. Es zieht sich nicht an, spielt lieber noch ein wenig, hat noch nicht gefrühstückt und eigentlich müsste man bereits im Auto sitzen. Wer jetzt in Hektik verfällt, steckt das Kind damit an. Kinder sind beim Bummeln wahre Meister. Wenn Kinder ständig trödeln, machen die kleinen das jedoch nicht mit Absicht, sondern sie lassen sich einfach nur zu schnell ablenken. Kinder besitzen zudem ein vollkommen anderes Zeitgefühl. Sie kennen keinen Termindruck. Sie sehen es so: Der Supermarkt hat den ganzen Tag geöffnet, da muss man doch nicht sofort hin. Der Zahnarzt ist auch den ganzen Tag in seiner Praxis, also spielt es doch keine Rolle, ob man da vormittags oder nachmittags hingeht.Wie Kinder lernen nicht zu trödeln
Kinder verstehen die Welt nicht so, wie die Erwachsenen es tun. Es muss kein Kind punkt 8.00 Uhr fertig angezogen an der Tür stehen. Das möchte niemand, denn das Drillen auf Disziplin ist in der Kindheit nicht erwünscht – von niemandem. Es gibt jedoch Möglichkeiten, wie man sich selbst das Leben ein wenig leichter macht und bestimmte Vorbereitungen trifft.

Hier einige hilfreiche Tipps, wie Sie das Trödeln bei Kindern bekämpfen können

Ganz wichtig, Ruhe bewahren. Nicht hektisch werden, nicht laut werden. Kinder schalten im Zweifel komplett ab und machen gar nichts mehr. Die Organisation ist wichtig. Wenn es bestimmte Trödelzeiten gibt, einfach mehr Zeit einplanen. Dadurch kann der Zeitdruck entschärft werden, man selbst bleibt ruhiger und das Kind kann seine Welt erkunden. Wird morgens getrödelt, einfach am Abend vorher alles vorbereiten. Schulsachen packen, Kleidung herauslegen. Es kann dem Kind auch eine Wette vorgeschlagen werden. „Wetten du bist nicht fertig, bevor der Tisch abgeräumt ist?“ Kinder mögen es nicht, wenn an ihrem Ego gekratzt wird. Natürlich schaffen sie es und schon ist das Trödeln vergessen.
Die berühmten „Wenn, dann“-Sätze sollten nicht verwendet. Es ist eine Drohung, dass das Kind beispielsweise kein Eis bekommt. Es wird bockig und trödelt erst recht. Lieber ein Lob aussprechen. „Hast du super gemacht. Ich wollte dir gerade helfen, aber ich sehe du bist fast fertig mit dem anziehen.“ Das motiviert die Kleinen und sie werden sich beeilen, damit sie schnell fertig sind. Es kann auch ein Wettkampf geplant werden. Ein Wettrennen beispielsweise, wer schneller an der Eingangstür oder am Auto ist. Das macht den Kindern Spaß, denn sie werden immer gewinnen. Oft wird das Kind so begeistert sein, dass es von sich aus zur Eile antreibt.
Belohnungen sind wichtig. Es muss nicht immer etwas Gekauftes sein, aber zum Beispiel, dass der Gewinner des Wettrennens bestimmen kann, was es zum Mittag gibt.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte und vor allem eine trödelfreie Zeit- herzliche Grüße, Katja Schmidt von Rosa Pusteblume.

 

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